3. März 2026

Amphibienwanderung steht vor Tür

Nehmt den Fuß vom Gas...

Amphibienwanderung steht vor Tür

Amphibienwanderung steht vor der Tür – nehmt den Fuß vom Gas!

Vielleicht habt ihr sie in den letzten Wochen schon entdeckt: unsere heimischen Amphibien. Sobald die Nachttemperaturen dauerhaft über etwa fünf Grad steigen, machen sich Kröten, Molche, Salamander und Frösche auf den Weg. Hierzulande beginnt die Wanderung frühestens Ende Januar, meist aber Anfang März. Ihr Ziel ist immer dasselbe: das Gewässer, in dem sie selbst einst geschlüpft sind. Diese Treue zu ihrem Geburtsort ist bemerkenswert – und macht sie gleichzeitig besonders verletzlich.

Leider sind viele unserer heimischen Amphibienarten stark vom Aussterben bedroht. Schwindende Lebensräume, der Klimawandel, der Einsatz von Pestiziden und vor allem der Straßenverkehr setzen den Tieren erheblich zu. Gerade auf ihren Wanderrouten, die oft über vielbefahrene Straßen führen, kommen jedes Jahr unzählige Tiere ums Leben.

Doch jede und jeder von uns kann etwas tun:

Fuß vom Gas: Wer nachts oder in der Dämmerung unterwegs ist, sollte besonders langsam und aufmerksam fahren – vor allem in der Nähe von Gewässern, Feldern und Waldrändern. Ein kurzer Moment der Aufmerksamkeit kann viele Leben retten.

Naturnahe Gärten gestalten: Wer im Garten Totholz, Steinhaufen oder dichte Stauden lässt, schafft wertvolle Verstecke und Winterquartiere für Amphibien.

Teiche und Tümpel anlegen: Auch ein kleines Gartengewässer kann ein wichtiger Laichplatz werden und zur Vernetzung von Lebensräumen beitragen.

Auf Pestizide und Chemikalien verzichten: Was im Garten ausgebracht wird, landet früher oder später im Boden und im Wasser – und damit in der Nahrungskette der Amphibien.

Natur- und Artenschutz beginnt nicht erst in der Politik oder in großen Schutzprojekten. Er beginnt bei uns, auf unseren Straßen und in unseren Gärten. Gemeinsam können wir einen echten Unterschied machen.