Brut- und Setzzeit hat begonnen
Unsere Wildtiere brauchen jetzt besonderen Schutz!
Ab dem 1. März beginnt für unsere heimische Tierwelt eine der sensibelsten Phasen des Jahres: die Brut- und Setzzeit. Bis zum 15. Juli bringen Rehe, Feldhasen, Fasane, Bodenbrüter wie Lerchen und Kiebitze sowie viele weitere Vogel- und Säugetierarten ihre Jungen zur Welt und ziehen sie auf. In dieser Zeit reagieren die Tiere besonders empfindlich auf Störungen – schon eine unerwartete Begegnung kann dazu führen, dass Elterntiere ihr Nest oder ihre Jungen aufgeben.
Wer jetzt in der Natur unterwegs ist, kann mit ein bisschen Rücksicht einen großen Unterschied machen.
Bitte bleibt auf den ausgewiesenen Wald- und Feldwegen und meidet Dickungen sowie hohes Gras, wo Tiere Schutz suchen und ihre Jungen verstecken. Unnötiger Lärm – besonders in der Nähe von Waldrändern und Feldrainen – sollte vermieden werden. Und ganz wichtig: Hunde bitte anleinen. Auch der ruhigste und gutmütigste Hund kann allein durch seinen Geruch und seine Anwesenheit Wildtiere in Panik versetzen und Jungtiere in Gefahr bringen. In vielen Gemeinden ist die Leinenpflicht während der Brut- und Setzzeit gesetzlich vorgeschrieben – freilaufende Hunde in Wald und Feld können in diesem Zeitraum mit einem Bußgeld geahndet werden.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Wildtiere bitte weder berühren, mitnehmen noch füttern. Junge Tiere, die allein wirken, sind es meistens gar nicht. Rehkitze etwa liegen regungslos im Gras und warten auf ihre Mutter – das ist ihr natürliches Schutzverhalten, kein Zeichen von Not. Wer ein solches Tier aufnimmt, meint es gut, schadet aber in der Regel mehr, als er hilft.
Nur wenn ein Tier eindeutig verletzt ist oder sich in einer akuten Gefahrensituation befindet, sollte gehandelt werden. In solchen Fällen könnt ihr euch jederzeit an uns wenden. Wir beraten euch gerne und helfen im Notfall weiter.
Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass unsere Wildtiere diese wichtige Zeit sicher und ungestört überstehen.