Gartenarbeit - jetzt noch nicht
Lass die Tiere erst aus dem Winterschlaf kommen
Die ersten warmen Sonnenstrahlen locken uns nach draußen, und der Garten ruft. Doch bevor du zu Harke und Schere greifst, lohnt sich ein kurzer Moment des Innehaltens.
Während wir den Winter hinter uns lassen, schlafen viele Tiere noch tief und fest. Im Reisighaufen, unter dem Laub und in hohlen Pflanzenstängeln hat sich eine ganze Welt zur Ruhe gebettet: Igel, Eidechsen, Blindschleichen, Kröten, Siebenschläfer, Eichhörnchen, Mäuse und unzählige Spinnen haben dort ihren Winterplatz gefunden. Wildbienen, andere Insekten und Schmetterlinge überwintern als Larven oder Puppen in genau diesen Strukturen, die uns im Garten manchmal unordentlich vorkommen mögen.
Wer jetzt beherzt aufräumt, zerstört diese stillen Rückzugsorte – oft ohne es zu merken. Ein Igel, der aus dem Winterschlaf geweckt wird, hat kaum eine Chance zu überleben. Larven, die ans Licht kommen, sind schutzlos.
Die gute Nachricht: Du musst gar nichts tun. Genieße einfach die Sonne, beobachte die ersten Hummeln und Schmetterlinge auf ihren zögerlichen Frühlingsflügen, und lass dem Garten noch ein paar Wochen Zeit. Wenn die Nächte dauerhaft mild bleiben und das Leben im Garten sichtbar erwacht, ist auch der richtige Moment für die Gartenarbeit gekommen.
Die Natur wird es dir danken.